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Was ist Festgeld? Ein umfassender Leitfaden für Einsteiger

Erfahren Sie alles über Festgeld: Wie es funktioniert, welche Vorteile es bietet und worauf Sie bei der Anlage achten sollten.

Thomas Müller, Finanzexperte
15. Dezember 2025
8 Min. Lesezeit

1. Was ist Festgeld?

Festgeld, auch als Termineinlage oder Termingeld bezeichnet, ist eine sichere Anlageform, bei der Sie einen bestimmten Geldbetrag für eine festgelegte Laufzeit bei einer Bank anlegen. Während dieser Zeit erhalten Sie einen garantierten Zinssatz, der in der Regel höher ist als bei Tagesgeld oder Sparkonten.

Im Gegensatz zu anderen Anlageformen ist Ihr Geld während der Laufzeit nicht verfügbar – Sie verzichten auf Flexibilität zugunsten einer höheren Rendite und absoluter Planungssicherheit.

2. Wie funktioniert Festgeld?

Der Ablauf einer Festgeldanlage ist einfach:

  1. Sie wählen einen Anlagebetrag (meist ab 1.000 € möglich)
  2. Sie entscheiden sich für eine Laufzeit (typisch: 3 Monate bis 10 Jahre)
  3. Die Bank garantiert Ihnen einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit
  4. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie Ihr Kapital plus Zinsen zurück

Beispielrechnung:

Bei einer Anlage von 50.000 € für 12 Monate mit 3,45% Zinsen p.a. erhalten Sie nach einem Jahr 1.725 € Zinsen – insgesamt also 51.725 € (vor Steuern).

3. Vorteile von Festgeld

  • Sicherheit: Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde
  • Planbarkeit: Garantierter Zinssatz über die gesamte Laufzeit
  • Höhere Zinsen: In der Regel bessere Konditionen als Tagesgeld
  • Einfachheit: Keine Kursschwankungen, kein aktives Management nötig

4. Nachteile und Risiken

  • Keine Flexibilität: Geld ist während der Laufzeit nicht verfügbar
  • Zinsänderungsrisiko: Bei steigenden Marktzinsen profitieren Sie nicht
  • Inflationsrisiko: Reale Rendite kann bei hoher Inflation negativ sein

5. Einlagensicherung

In Deutschland und der gesamten EU sind Bankeinlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt. Das bedeutet: Selbst wenn Ihre Bank insolvent wird, erhalten Sie Ihr Geld zurück.

Viele deutsche Banken, insbesondere Sparkassen und Genossenschaftsbanken, bieten zusätzlich eine freiwillige Institutssicherung, die oft deutlich höhere Beträge absichert.

6. Tipps für Anleger

  • 1. Vergleichen Sie Angebote: Die Zinsunterschiede zwischen Banken können erheblich sein
  • 2. Beachten Sie die Einlagensicherung: Achten Sie auf die Absicherung Ihrer Anlage
  • 3. Staffeln Sie Laufzeiten: Mit einer Leiter-Strategie bleiben Sie flexibler
  • 4. Planen Sie voraus: Legen Sie nur Geld an, das Sie wirklich nicht benötigen
  • 5. Nutzen Sie den Freistellungsauftrag: Sparen Sie Steuern auf Ihre Zinserträge

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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